Archiv für March 2008


Republica 2008

28. March 2008 - 10:57 Uhr

Banner: Republica 08 800 Tickets verkauft. Ausverkauft. Hört sich gut an. Hört sich auf jedenfall so an, als ob es eine Nachfrage nach solchen Konferenzen gibt. Hört sich an, als sollte die Veranstalter im nächsten Jahr eine grössere Räumlichkeit wählen. Ich wage mal die Prognose, dass im Wahljahr 2009 die Besucherzahl die 1000er Marke locker reißen könnte.

An der Ur-Re:publica konnte ich leider nicht teilnehmen. Dieses mal bin ich quasi “dienstverpflichtet”: Kajo Wasserhövel wird auf einem Podium der Subkonferenz: Video-Blogs sitzen. Unschwer zu erahnen, dass mich die Problemstellung besonders interessiert:

Wie verändert sich politische Kommunikation und Partizipation durch Video-Blogs und -Plattformen und was erwartet uns im kommenden Bundestagswahlkampf? Welche Veränderungen erwartet unser Mediensystem, wenn Bürger vom Empfänger zum Sender werden und eigene Fernsehsender in Form von Video-Blogs betreiben? Kommt es zu mehr Medienvielfalt und damit auch mehr Meinungsvielfalt in der digitalen Gesellschaft?

Ansonsten

  • freue ich mich auf den einen oder anderen Small- oder Largetalk
  • hoffe auf zahlreiche Impulse
  • bin offen für zukünftige Kooperationsideen
  • und gehe davon aus, dass ich ein AUSGELIEHENES BUCH wiederbekommen werde, bevor ich ein MAHNVERFAHREN anstrengen muss.

Update 02.04.2008

So wie es aussieht, kann ich erst am Freitag in die Kalkscheune. Dafür dann aber direkt auf´s Podium, da Kajo Wasserhövel den Termin leider nicht wahrnehmen kann.

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Deutschland Dialog

14. March 2008 - 14:26 Uhr

Grafik: Banner zum Deutschland Dialog der SPD

Die CDU hat´s im August 2007, anläßlich der Programmdebatte gemacht und ab Montag tourt nun die SPD durch Deutschland.

Die dazugehörigen Internetplattformen ähneln sich, weisen aber kleine-feine Unterschiede auf:

  • Terminkalender, mit dazugehöriger Googlekarte haben CDU und SPD.
  • Tourtagebücher haben CDU und SPD, letztere versucht dies allerdings über die offenere Form eines Weblogs abzubilden und lässt einen Mitarbeiter persönlich schreiben. Die CDU hatte damals stark auf das Medium Video gesetzt und dem Texte beigefügt, ohne Kommentarfunktion.
  • Die Dialogmöglichkeit bei der CDU erschöpfte sich in 10 Zeilen für Deutschland . Die SPD öffnet die Möglichkeit Fragen zu stellen und gibt Feedback.

Ein paar Dinge erschließen sich mir noch nicht so ganz – z.B. wie geht das Ding mit dem Videodialog von Kurt Beck zusammen. Wie spielt das Ganze mit der Community der SPD zusammen. Ein wenig integrierter könnte die Gesamtperformance schon sein.

Update 19.03.2008

Simone hat darauf hingewiesen: die Tourseite spielt in der Tat mit der Community zusammen, wenn auch auf “Low Level”- das Blog wird dort geführt. Während man auf den nächsten Beitrag wartet, kann man sich die Flickrei anschauen.

Andere Meinungen zur Tour gibst hier, hier, hier, hier und natürlich hier.

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Vom abhaken und nerdgeln

12. March 2008 - 09:28 Uhr

Johnny kritisiert sei-berlin.de. Die Kritik ist nachvollziehbar und ich gehe davon aus, dass Spreeblick auch von den Kampagnenverantwortlichen gelesen wird. Das die Punkte also ankommen.
Felix findet Johnny hätte es auf den Punkt gebracht, das Wesen von PR. Find ich auch.

Die Intention der Kampagne ist die aller der meisten Image- und PR-Kampagnen: Jemand möchte so tun, als würde er etwas tun. Jemand möchte seinen Vorgesetzten blenden, auf seinem Stuhl sitzenbleiben, eine Pressemeldung herausgeben, einen Etat rechtfertigen, eine Excel-Tabelle schließen, einen Haken hinter einen offenen Punkt in seiner Zuständigkeitsliste machen können:

Fertig, gucken sie mal! Toll, oder? Da soll nochmal einer sagen, wir würden nichts machen!
Nur darum geht es, und um nichts anderes. Politik eben.

Ich würde das nur gerne um zwei Aspekte ergänzen:

1. Johnny Häusler beschreibt Persönlichkeiten, Strukturen und Arbeitsmethoden in der PR. Das kann ich unterschreiben. Es gibt aber durchaus Kampagnen, die sind von der Überzeugung und der Leidenschaft der Mitarbeiter getragen. Ob das bei der Berlin Partner GmbH der Fall ist, kann ich nicht beurteilen, aber Spreeblick hat vielleicht bessere Quellen.
2. Das Wesen der PR wurde beschrieben, nicht aber das Wesen von Weblogs.
Das Wesen von Weblogs ist die “Nerdgelei”. Jemand weiss etwas besser, hat eine Reputation zu erwerben, zu verteidigen. Jemand möchte Leser halten, einen Artikel schreiben, Werbeinnahmen generieren.
Fertig, lest mal! Schweinerei, oder? Da soll nochmal einer sagen, ich hätte es nicht vorher und besser gewußt.
Nur darum geht es, und um nichts anderes. Journalismus eben.

Ähnlich wie Politiker und Journalisten, leben Blogger und PR Leute mittlerweile in einer trauten Symbiose, die sich zuweilen in herzlicher Abneigung manifestiert.

Andersherum gefragt: wo oder wer wäre Johnny Häusler, wenn es keine Nerdgelei gäbe?

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