Grafik: Headerbild von www.meine-spd.net

Mein erster SPD-Parteitag als “Hauptamtlicher” war der Nürberger. Dann folgten sieben weitere, bei denen ich den Internetauftritt begleitet habe.

Meine erste “Community-Erfahrung” konnte ich in den damaligen Klartextforen der SPD sammeln. 2002 folgte das Online Campaigning Team. 2005 kam die “Rote Wahlmannschaft”. Letztes Wochenende hab ich den Parteitag aus dem Urlaub verfolgt und jetzt bin ich einfaches Mitglied bei dem seit langem geplanten www.meine-spd.net.

Komisches Gefühl: Endlich kann ich mal testen, wie es ist, wenn man seinen Senf von außen dazugeben kann.

Die Anmeldung zum Netzwerk der SPD steht allen offen, ist also nicht an einen Mitgliedschaft gebunden.

Auf den ersten Blick macht das Netzwerk einen sehr frischen und aufgeräumten Eindruck. Das eigene Profil bildet die Drehscheibe der Aktivitäten. Freund einladen und vernetzen und mit ihnen “schnacken” ist wohl mittlerweile Standard. Muß man nicht näher drauf eingehen.

Features die derzeit laufen sind:

  • eher klassische Diskussionsforen
    Ich bin grundsätzlich kein Fan von Internetforen. Die sind mir im allgemeinen zu wenig zielführend in der Diskussionskultur. Die hier in der Community sind auch etwas unübersichtlich. Ist aber vielleicht nur eine Frage der Gewohnheit.
  • ein Fotoalbum
    Nettes Gadget. Hilft bei der Visualisierung der eigenen Aktivitäten und befriedigt den eigenen Darstellungsdrag.
  • zentral gesteuerte Missionen
    Halte ich für eines der zentralen Tools um Aktivitäten zu initieren. Hat sich schon in der “Roten Wahlmannschaft” bewährt und wird wichtig bleiben.
  • Mitgliederbereich.
    Komm ich derzeit nicht rein, weil der Registrierungsprozeß zu kompliziert ist. Ja ich kenne meine Mitgliedsnummer und nein, ich hab nicht gewußt, dass die E-Mailadresse, die man bei der Anmeldung angibt identisch mit der in der Mitgliederdatenbank hinterlegten sein muss um sich als Mitglied registrieren zu können. Ist vielleicht irgendwa vermerkt, aber ich fülle ungern Formulare aus, zu denen ich Erläuterungen brauche. Die E-Mailadresse kann man zu dem nicht mehr ändern, so dass ich halt in meiner-spd.net noch Nichtmitglied bin.
    (Update 15.11.2007)
    Der Registrierungsprozess ist mittlerweile radikal vereinfacht worden. Mitlgiedsnummer und Geburtsdatum eingeben, abschicken, fertig. Beides hat man als guter Sozialdemokrat natürlich im Kopf und die anderen müssen halt im Parteibuch oder auf der SPD-Card nachschauen.
    In den Mitgliederbereich wurden die zentralen Inhalte und Funktionen des alten Mitgliedernetzes SPD-Online übernommen und entschlackt. Neben internen Argumentationspapieren und Materialien für die Parteiarbeit kann man dort auch die seine Mitgliedsdaten verwalten. Auch der Bereich wird im nächsten Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen.

Im Aufbau befinden sich dezentral organisierte Gruppen, eine Blogplattform und eine Werkstatt. Das sind für mich die eigentlich spannenden Tools. Ich warte.

Insgesamt ein rundes Angebot, dass bis zum nächsten Wahlkampf an der einen oder anderen Stelle sicherlich noch aufgebohrt, umgestrick, optimiert wird.

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Kategorie: Politisches 3 Kommentare »

3 Reaktionen zu “”

  1. Unsere Partei - Meine SPD at Gedankenkonstrukte

    [...] detailliert geäußert. Hervorzuheben sei an dieser Stelle auch die Einschätzung von Sebastian Reichel, der viele Jahre für Online-Kampagnen und Internetangebot beim Parteivorstand zuständig [...]

  2. Frank Feinauer

    RE:”Es gab in den letzten Wochen eine sehr emotionale und teilweise entsachlichte Debatte”

    Sehr geehrter Herr Reichel,

    Nachdem ich es mit Vernunft, mit Argumenten und der Teilnahme an einer Petition versucht habe, fällt es mir nun wirklich schwer sachlich zu bleiben.
    Ganz ehrlich, entweder ihr (Politiker) öffnet euch für Kritik aus dem Volk oder ihr seid überflüssig.
    Und noch ein gut gemeinter Rat:
    Ihr habt keinen Obama, aber ihr könnt trotzdem auf die Stimme des Volkes hören. Nein, ihr müsst sogar darauf hören und die Anregungen nutzen. Eine Internetseite, auf der Menschen ihre Gedanken zu euren Themen hinterlassen können würde reichen um den Kontakt herzustellen und entsprechend zu handeln.
    Aber wem erzähl ich das?
    Du bist so politikverdrossen wie es uns vorgeworfen wird, weil ihr den Kontakt zu uns verloren habt. Das ist das Problem.

    Frank Feinauer

  3. Sebastian

    Ich bin zwar kein Politiker, höre aber trotzdem gerne zu und hab auch eine Seite, auf der Du Kommentare posten kannst, auch wenn sie aus Zeitgründen grade nicht sonderlich aktuell ist.


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